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Suðuroy
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Suðuroy (‚SĂŒdinsel‘, [], dĂ€nisch: SuderĂž) ist die sĂŒdlichste und viertgrĂ¶ĂŸte Insel der FĂ€röer. Nur die SchĂ€rengruppe Sumbiarsteinur liegt noch weiter sĂŒdlich.

Suðuroy bildet eine eigene Region der FĂ€röer, zu der auch die vorgelagerte unbewohnte Insel LĂ­tla DĂ­mun gehört. Zwischen beiden Inseln verlĂ€uft die Meerenge SuðuroyarfjĂžrður, der SĂŒdinselfjord, der aber eigentlich ein Sund ist, und Suðuroy vom Rest des Archipels im Norden trennt.

Contents

‱ Geographie
‱ Weblinks

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Geographie

Die meisten Orte auf Suðuroy befinden sich an der OstkĂŒste, wĂ€hrend sich die WestkĂŒste steil aus dem Meer erhebt und dort vergleichsweise gut zugĂ€ngliche Vogelfelsen aufweist.

Wichtigster Ort neben TvĂžroyri mit seinem zusammengewachsenen Siedlungsgebiet am TrongisvĂĄgsfjĂžrður, ist VĂĄgur weiter sĂŒdlich (nicht zu verwechseln mit der Insel VĂĄgar).

Im Norden befinden sich die idyllischen Fischerorte SandvĂ­k und Hvalba. Von hier aus genießt man einen Blick auf die kleinste und unbewohnte Insel des Archipels: LĂ­tla DĂ­mun, die den fĂŒr ihre TĂŒchtigkeit bekannten Bauern von Hvalba gehört.

Porkeri östlich von VĂĄgur gilt als eines der schönsten Dörfer der FĂ€röer. In Hov nördlich davon, lebte einst der Gode HavgrĂ­mur. Sein GrabhĂŒgel ist ein Zeugnis der Wikingerzeit auf den FĂ€röern. In FĂĄmjin an der WestkĂŒste hĂ€ngt nicht nur die erste Flagge der FĂ€röer, sondern hier steht mit dem FĂĄmjinsstein auch ein Runenstein aus dem 16. Jahrhundert – Beweis dafĂŒr, dass hier die Runenschrift noch nach der Reformation Anwendung fand.

Mit der Sumba sĂŒdlich vorgelagerten SchĂ€rengruppe Sumbiarsteinur enden die FĂ€röer nach SĂŒden hin. Der Leuchtturm Akraberg bildet den sĂŒdlichsten Punkt der SĂŒdinsel selbst und den sĂŒdlichsten Punkt, der von Besuchern erreicht werden kann. Hier lebte einst eine Enklave von Friesen, von denen gesagt wird, dass es Piraten oder ĂŒbrig gebliebene Heiden waren. NĂ€chstes Land auf dem LĂ€ngengrad wĂ€ren erst wieder die schottischen Hebriden, die von den FĂ€ringern Suðuroyggjar (SĂŒdinseln) genannt werden. Schon in der FĂ€ringersaga gab es Einar von den SĂŒdinseln, der zwar auf Suðuroy lebte, aber offensichtlich von den Hebriden oder der Isle of Man stammte.

Fast nirgendwo auf den FĂ€röern kann man die dramatische Landschaft so hautnah erleben, wie hier im SĂŒden um den BeinisvĂžrð an der steilen WestkĂŒste herum. Wer im Juni oder Juli kommt, kann sich hier besonders an der fĂ€röischen Vogelwelt erfreuen.

Geologische Besonderheit auf dem ansonsten an BodenschĂ€tzen armen Archipel sind die Steinkohlevorkommen auf Suðuroy (bei Hvalba im Norden). Noch heute werden dort in der einzigen noch bestehenden Kohlenmine der FĂ€röer jĂ€hrlich rund 1000 t Kohle gefördert. Der Höchststand der Kohleförderung der FĂ€röer in einem Jahr wurde 1958 mit einer Fördermenge von 18000 t erreicht. Unterhalb der Kohleschicht befinden sich die Ă€ltesten Basaltschichten der FĂ€röer, die den SĂŒden der Insel bilden. Inzwischen ist bekannt, dass hier unter dem Schelf Erdöl und Erdgas lagern. Die geplante Erschließung dieser BodenschĂ€tze wĂŒrde den FĂ€ringern möglicherweise die volle SouverĂ€nitĂ€t bringen. Es scheint daher wahrscheinlich, dass sich mittelfristig Bohrinseln vor Suðuroy befinden werden.

Bevölkerung, Sprache, Kultur

Die FÀringer von Suðuroy nennen sich Suðuroyingar (Singular: Suðuroyingur).

Durch die etwas abgelegene Lage konnte sich hier ein eigener Dialekt des FĂ€röischen herausbilden. Die fĂ€röische VerschĂ€rfung hat zum Beispiel einen anderen Vokalismus, und so heißt ein JĂłgvan hier [] und nicht [].

Die Ortsnamen ganz im SĂŒden der Insel zeugen noch von den keltischen „Ureinwohnern“, und es gilt als gesichert, dass hier mit den irischen Mönchen die ersten Menschen siedelten.

Auch sonst wird gesagt, dass es sich bei den Menschen von Suðuroy um einen besonderen Menschenschlag handelt. Von Alters her sind es Seefahrer und Fischer, die sich selber eine andere MentalitĂ€t zuschreiben als den Landsleuten im Norden (besonders den „Rivalen“ auf den Nordinseln), die eher bĂ€uerlich geprĂ€gt sind.

Die sozialdemokratische Javnaðarflokkurin hat auf Suðuroy ihre traditionelle Hochburg. HierfĂŒr stehen Namen wie Petur Mohr Dam und sein Sohn Atli P. Dam.

In der sĂŒdlichsten Gegend um Sumba wird der fĂ€röische Kettentanz in einer einzigartig ausdrucksvollen Form gepflegt. Von hier stammt auch der Dichter Poul F. Joensen (1898–1970), der in der alten dichterischen Tradition dieses Ortes steht, und dessen Satiren noch heute im ganzen Volk beliebt sind.

Die Malerin Ruth Smith (1913–1958) aus VĂĄgur ist ĂŒber ihr Heimatland hinaus bekannt. Ihre SelbstportrĂ€ts werden zu den bedeutendsten Werken der skandinavischen Kunst des 20. Jahrhunderts gerechnet. In ihrem Heimatort befindet sich das Ruth-Smith-Museum.

Die Bootsbaukunst rund um das FĂ€röboot wird als das grĂ¶ĂŸte nationale handwerkliche Erbe gepflegt. Das grĂ¶ĂŸte heutige FĂ€röboot ist der Naddoddur aus TvĂžroyri, ein stolzer 12er. TvĂžroyri gilt auch als Geburtsort des Fußballs auf den FĂ€röern. Bereits 1889 wurde hier der erste Ball gekickt und mit dem TB TvĂžroyri 1892 der erste Fußballverein des Landes gegrĂŒndet.

JÀhrlich gibt es abwechselnd in TvÞroyri (ungerade Jahre) oder Vågur (gerade Jahre) um den 24. Juni herum die JóansÞka (Johannisnacht) als zentrales Sport-, Kultur- und Musikfestival. Dieses Volksfest ist der Höhepunkt des Jahres auf Suðuroy und wird dementsprechend auch von Menschen aus anderen Teilen der FÀröer besucht.

Verkehr und Tourismus

Suðuroy wird von der AutofĂ€hre Smyril von TĂłrshavn aus angefahren. Seit Oktober 2005 ist auf dieser Strecke die Smyril V im Dienst, welche unter normalen Bedingungen 2 Stunden und 5 Minuten fĂŒr eine Fahrt benötigt, eine halbe Stunde weniger als das VorgĂ€ngerschiff. Die Abmessungen der Smyril V machten jedoch die Errichtung einer neuen Anlegestelle vis-Ă -vis von TvĂžroyri in Krambatangi erforderlich. Als Alternative zum FĂ€hrdienst wird die Erschließung der Insel durch einen etwa 22,5 km langen Straßentunnel unter dem Meer hindurch geprĂŒft.

Aufgrund seiner GrĂ¶ĂŸe und markanten Landschaft ist Suðuroy auch ein beliebtes Urlaubsziel der FĂ€ringer selbst. Eine der Besonderheiten sind die fĂŒnf kleinen WĂ€lder bzw. Parkanlagen, von denen der Viðarlundin inni Ă­ TrongisvĂĄgi bei TrongisvĂĄgur und der Viðarlundin ĂĄ VĂĄgi in VĂĄgur die grĂ¶ĂŸten sind.

Das Straßennetz von Suðuroy ist sehr gut ausgebaut und im SĂŒden durch Serpentinen geprĂ€gt, wĂ€hrend in die mĂ€chtigen Felsen des Nordens Tunnel gebohrt wurden.


Weblinks

Commons

: Suðuroy

– Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Suðuroy
‱ Statistics Faroe Islands (englisch, faröisch)